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Kim Kluge

Website: https://www.kimkluge.com
E-Mail Adresse: conceptart@kimkluge.com

Teilnahme Ausstellung 2026

Kim Kluge (*1968 in Hannover) ist eine deutsche Konzeptkünstlerin und zeitgenössische intermediale Malerin, die seit Abschluss ihres Masterstudiums bei Walter Dahn im Jahr 1999 ihre Werke international ausstellt.

Kim Kluge studierte von 1993 bis 1999 Bildende Kunst an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig bei Professor Walter Dahn, einem Schüler von Joseph Beuys. Sie schloss ihr Studium 1999 mit einem Diplom und dem Meisterschülerabschluss mit Auszeichnung ab. Im Jahr 2000 zog sie aufgrund des multikulturellen und kreativen Klimas in ihre neue Wahlheimat Köln/Bonn.

In ihrem Schaffen arbeitet Kim Kluge multimedial und verbindet analoge und digitale Gestaltungsmöglichkeiten. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen abstrakte, strukturelle Fragen sowie soziologische Aspekte. Ihre künstlerischen Ansätze zielen auf einen gesellschaftlichen Perspektivwechsel und Transformation durch die Visualisierung ungewohnter Betrachtungsweisen ab.Seit Anfang 2025 widmet Kim Kluge sich intensiv der Zeichnung mit Graphitstiften auf großformatigen Leinwänden und entwickelt einen sogenannten „Neuen Realismus“.

Kim Kluge ist der Ansicht, dass „Kunstschaffen und gesellschaftliche Entwicklung eng miteinander verknüpft sind“. Für sie ist „nicht das Kunstwerk entscheidend, sondern der künstlerische Prozess und die Aussage hinter dem Werk“. Kunst bedeutet für sie einen Perspektivwechsel. Seit dem Abschluss ihres Masterstudiums stellt Kim Kluge ihre Werke international aus. Sie wird auf dem internationalen Kunstmarkt vertreten. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit engagiert sich Kim Kluge als Kunstdozentin.

Zur Arbeit “CRAGG ON THE MOVE”

In dieser Themenreihe geht es um Spiegelung, multiple Perspektive, Licht und Schatten und darum, wo eigentlich der Betrachter steht. Das Ausgangsmotiv dieser Arbeit basiert auf einer zufällig entstandenen Fotosequenz, die während eines Besuchs des Skulpturenparks in Lennep von mir aufgenommen wurde (unter Bezugnahme auf die Skulptur von Tony Cragg „Der Pfad“ 2022). Durch die Übertragung der fotografischen Motive in Zeichnungen auf Leinwand werden die einzelnen Elemente neu interpretiert und in einen künstlerischen Kontext gesetzt. Die Kombination aus Graphit, Leinwand und der bewussten Ausarbeitung von Licht- und Schattenpartien schafft eine besondere Tiefe und räumliche Wirkung. Der Betrachter wird eingeladen, die Szene nicht nur als Abbild, sondern als vielschichtige Komposition zu erleben, in der sich Perspektiven und Spiegelungen immer wieder neu verschieben.

Das Werk „Cragg on the move“ nimmt so Bezug auf Bewegung – nicht nur im physischen Sinne, sondern auch als visuelle und gedankliche Wanderung durch verschiedene Wahrnehmungsebenen. Jedes einzelne Werk innerhalb der Reihe lädt dazu ein, innezuhalten und über die eigene Position im Raum nachzudenken. Die Wahl der Perspektive, das Spiel mit Spiegelungen und das gezielte Einsetzen von Licht und Schatten führen dazu, dass sich der Blick des Betrachters ständig wandelt. Dadurch wird nicht nur das Motiv, sondern auch die Wahrnehmung selbst zum zentralen Thema. Die großformatige Präsentation verstärkt diesen Effekt und lässt die Grenze zwischen Realität und künstlerischer Interpretation verschwimmen. Die Arbeiten werden zu einer Einladung, sich auf einen visuellen Dialog einzulassen, in dem die Bewegung – sei es des Motivs, des Lichts oder des eigenen Standpunkts – immer wieder neue Sichtweisen eröffnet. So entsteht eine Dynamik, die sowohl den Betrachter als auch das Kunstwerk in ständiger Interaktion hält und dazu anregt, die Komplexität von Raum, Zeit und Wahrnehmung immer wieder neu zu erfassen.